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Aug
Eine gewaltige Sturzflut hat am 26. August weite Teile Nepals entlang des Bhote-Koshi- und Trishuli-Flusssystems getroffen. Mehr als 500 Menschen kamen nach bisherigen Berichten ums Leben, mehr als tausend werden noch vermisst. Auch die Region, in denen das Hilfswerk „Hilfe für Nepal“ seit tätig ist, sind von den Auswirkungen betroffen. Die Organisation hat deshalb ihren Nothilfefonds aktiviert. Mit den Spenden sollen vor Ort unter anderem Zelte, Lebensmittel, Kleidung und Medikamente beschafft werden. Leider ist die Gefahr noch nicht gebannt, denn es drohen eine weitere Flutwelle, aus einem zurückgestauten Gletschersee. Deshalb ist das gesamte Gebiet noch gesperrt für Hilfsorganisationen.
Altensteig/Nepal, 28. August 2026. Innerhalb kürzester Zeit verwandelte sich der Fluss in eine gewaltige, mit Geröll und Schlamm beladene Flutwelle. Häuser, Straßen, Brücken und weitere Teile der Infrastruktur wurden mitgerissen oder schwer beschädigt. Internationale Medien berichten inzwischen von mehr als 500 Todesopfern und weit über tausend Vermissten in Nepal und Tibet. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten dauern an. Das Gebiet ist nicht über Straßen zugänglich. Es wurden 60 Brücken weggerissen und 40 Km der Hauptverbindungsstrasse von Kathmandu in Richtung Indien fehlen. Ich bin im täglichen Austausch mit unseren Partnern in Kathmandu.
Besonders erschreckend ist die Geschwindigkeit, mit der die Katastrophe über die Menschen hereinbrach.
Die Flut entstand im Grenzgebiet zwischen Tibet und Nepal und bewegte sich anschließend über die Flusssysteme des Bhote Koshi und Trishuli ( siehe angehängte Karte) weit nach Süden.
Auch in Malekhu im Distrikt Dhading erreichte die enorme Wassermasse den Trishuli. Aufnahmen aus dem Ort zeigen unter anderem, wie eine Brücke den Wassermassen nicht standhalten konnte und fortgerissen wurde.
Seit fast 20 Jahren mit Nepal verbunden
Für das Hilfswerk „Hilfe für Nepal“ ist die Katastrophe besonders nah. Das Kinderhilfswerk wurde im September 2007 gegründet und ist ein Projekt des Jugend-, Missions- und Sozialwerk e. V. in Altensteig. Vorausgegangen war eine Reise nach Nepal, bei der sich das damalige Team selbst ein Bild von den Lebensbedingungen vor Ort machte.
Was mit der Unterstützung der ersten fünf Waisenkinder begann, entwickelte sich über die Jahre zu einer langfristigen Hilfsarbeit. Im Mittelpunkt stehen heute insbesondere Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien. Patenschaften ermöglichen Nahrung, Unterkunft, Schulbildung und medizinische Versorgung. Hinzu kommen Bildungs- und Ausbildungsprojekte sowie das in diesem Jahr eröffnete Mercy House, ein geschütztes Zuhause für Mädchen aus wirtschaftlich und sozial benachteiligten Familien.
Entscheidend für die Arbeit ist dabei die enge Zusammenarbeit mit Menschen direkt in Nepal. Gemeinsam mit der nepalesischen Partnerorganisation Transformation Nepal (TFN) können Bedarfe vor Ort ermittelt und Hilfsmaßnahmen unmittelbar organisiert werden.
„Wir wollen jetzt nicht wegschauen“
Nach der Sturzflut steht für das Team deshalb fest, dass schnell gehandelt werden muss.
„Nepal begleitet uns seit fast 20 Jahren. Wir kennen viele der Menschen und Orte persönlich. Die Bilder dieser Katastrophe erschüttern uns deshalb sehr. Für uns ist klar: Wir wollen jetzt nicht wegschauen, sondern gemeinsam mit unseren Partnern direkt vor Ort helfen.“ so Stefan Siepenkothen, Gründer von „Hilfe für Nepal“
Dafür nutzt Hilfe für Nepal seinen Nothilfefonds. Dieser wurde eingerichtet, um bei Naturkatastrophen und anderen Krisensituationen kurzfristig und möglichst unbürokratisch reagieren zu können. Bereits nach früheren Erdbeben und Krisen wurden über diesen Weg Familien mit Lebensmitteln, Kleidung und notwendigen Hilfsgütern versorgt.
Nach der aktuellen Sturzflut sollen die eingehenden Spenden insbesondere dazu verwendet werden, Zelte, Lebensmittel. Kleidung sowie Medikamente und weitere dringend benötigte Hilfsgüter in Nepal zu beschaffen. Welche Güter in welcher Menge benötigt werden, wird gemeinsam mit den Partnern vor Ort anhand der aktuellen Situation entschieden.
Und sobald die Straßen wieder passierbar sind, macht sich der Hilfstransport auf um Malekhu zu erreichen. Dort wird dann über die lokalen Gemeinden und den Kontakt zur Regierung in Dhading die Verteilung an die Bedürftigen organisiert.
Nothilfefonds: Spenden für Nepal
Wer die Nothilfe unterstützen möchte, kann unter dem Verwendungszweck „365007 Nothilfefonds“ spenden:
Kontoinhaber: Jugend-, Missions- und Sozialwerk e. V.
IBAN: DE45 6429 1010 0462 0490 60
BIC: GENODES1FDS
Verwendungszweck: 365007 Nothilfefonds
Weitere Informationen über die Arbeit, Projekte und Hilfsmöglichkeiten von Hilfe für Nepal gibt es unter
Losung für Samstag, 29.08.2026
Ich bin arm und elend; der HERR aber sorgt für mich.
- Psalm 40,18Paulus schreibt: Mir ist alles und jedes vertraut: beides, satt sein und hungern, beides, Überfluss haben und Mangel leiden; ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht.
- Philipper 4,12-13